Weit über 10.000 Besucher in der ersten Woche 

Die verlorenen Götter aus Tell Halaf. 

Eine der Ausstellungshöhepunkte dieses Jahres hat begonnen und verzeichnet wahre Zuschauerströme. Zu Recht, wie wir meinen. Denn das, was da aus 27.000 Basaltbruchstücken zusammengesetzt wurde, fasziniert nicht nur Altertumsfreunde.

Hundert Jahre nach Beginn der Ausgrabung am Tell Halaf im heutigen Nordost-Syrien geht ein lang gehegter Wunsch Max Freiherr von Oppenheims in Erfüllung: Die Präsentation seiner als unwiederbringlich zerstört geglaubten Monumentalskulpturen im Pergamonmuseum!

Als Beduinen dem deutschen Diplomaten und Orientforscher Max Freiherr von Oppenheim 1899 von rätselhaften Steinskulpturen am Tell Halaf berichteten (Tell, arab. Siedlungshügel), unterbrach der aus Köln stammende Bankierssohn, neugierig geworden, seine Expedition.

In zwei Ausgrabungskampagnen erforschte „el baron″, wie die Beduinen Oppenheim nannten, einen 3000 Jahre alten Fürstensitz. Ein Teil der spektakulären Funde kam nach Berlin und wurde nicht – wie ursprünglich vorgesehen – auf der Museumsinsel ausgestellt, sondern in einer umgebauten Maschinenhalle präsentiert.

Durch eine Fliegerbombe im Zweiten Weltkrieg zerstört, harrten die Trümmer über fünfzig Jahre lang im Verborgenen – bis ein paar hartnäckige Wissenschaftler und Restauratoren des Vorderasiatischen Museums innerhalb von neun Jahren das Riesenpuzzle wieder zusammensetzten.

In „Die geretteten Götter” erzählen historische Aufnahmen und archäologische Funde vom 28. Januar bis zum 14. August 2011 die Geschichte der Entdeckung und Ausgrabung der altorientalischen Zeugnisse, das tragische Schicksal der Sammlung im November 1943 und ihre Wiederherstellung im Rahmen eines beispiellosen Restaurierungsprojekts.

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